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In letzter Zeit treten vermehrt Schnellkontakte von Manfred auf.

Er kommt mit dem Auto, Rosi wartet schon und öffnet kurz vorher das Garagentor. Das Auto fährt hinein, das Tor geht zu. Nach spätestens 5 Minuten geht das Tor wieder auf und spuckt das Auto aus, das dann in anderer Richtung das Dorf verlässt. Es gibt anscheinend keine geregelten Zeiten. Sowas passiert unter Tags, aber auch zur unmöglichsten Nachtzeit (02.00 -05.00 Uhr). Da hier ab und zu eine erhebliche Geräuschentwicklung stattfindet, werde ich des öfteren wach. Zum Geburtstag wünsche ich mir ein Fernglas mit Restlichtverstärker, ist leider erst im Oktober.

Ein Nachbar, Landwirt, klagt seit längerer Zeit über Sabotage: Verschwundene Sicherungsbolzen, sabotierte Lenkstangen an Traktoren, einzelne Diebstähle von Kleinkram, zerstochene Reifen. Ob er weiß, dass Manfred eigentlich gelernter Landmaschinenmechaniker ist? Ich werde da meinen Mund halten und die Sache weiter beobachten.

1.4.07 21:16, kommentieren

Die westliche Welt und die Weiblichkeit

Wenn die CSU in die Welt blickt, dann erkennt sie islamische Fundamentalisten hinter jedem Moslem. Solche, die Finanzzentren sprengen, Bahnhöfe in die Luft jagen, Politiker zur Zielscheibe machen. Man schweigt aber, wenn in einem "befreiten" Land wie dem Irak die Frauen sich (ohne Kopftuch) nicht mehr auf die Straße trauen. In einem Land, in dem unter dem Diktator Hussein die Frauen gleichbereichtigt am öffentlichen Leben ganz selbstverständlich teilnahmen. In einem Land, in dem ein Diktator für Kaltstellung geistlicher Scharfmacher sorgte.

Nun kamen die Befreier und sorgen für ein Klima, dass dem christlichen Fundamentalismus zur Gänze entspricht. Als Gesandte Gottes verteten sie eine Einstellung, die sich nur sehr wenig von den islamistischen Scharfmachern unterscheidet. Bei uns wird halt dies und das ein wenig eleganter formuliert. Transportiert werden die Ideen je nach geistigem Bildungsstand der Allgemeinbevölkerung.

Beispiel: der Film: Ghost, Nachricht von SAM mit Patrick Swayze und Demi Moore. Hier wird die traute Zweisamkeit, im Showdown die Qualen der Hölle und das selige Himmelreich ins Unterbewusstsein transportiert. Der Kirchenbesuch ist nicht mehr so wichtig, man hat feinfühligere Manipulationsmethoden gefunden.

Ein anderes grobschlächtigeres Beispiel sind die diversen Bondfilme, die ja alle Klischees bedienen, derer man nur habhaft werden kann. Dafür zahlen die Menschen dann auch noch Eintritt ins Kino.

Bezeichnend sind auch die deutschen Filme aus den 60igern. Der schmachtende Mann, der endlich eine sehnsüchtig wartende blonde Frau im Rock in den Hafen der Ehe geleiten kann, nachdem er die Bösewichte, angeführt von einer hosentragenden nichtgezähmten Frau hinter Schloss und Riegel gebracht hat. Da wird genau jenes Frauenbild transportiert, das heute der Augsburger Hirte wiederbeleben will. (Was macht eigentlich ein Hirte?)

Auch heutzutage geben Frauen, die sich etwas freier als der Durchschnitt bewegen, ohne einen Mann an ihrer Seite zu haben, einen beliebten Stoff für Filme ab. Die Lösung in solchen gewalterotischer Schmachtstreifen bringt immer die Heirat der Abspenstigen.

Die Schmalzfetzen der Rosamunde Pilcher für die Rentner (macht da der Spruch: mit dem Zweiten sieht man besser, überhaupt Sinn?) kommentiere ich gar nicht.

Von was wir regiert werden, zeigt die aktuelle Posse um die Landrätin Pauli. Ihr Versuch, den amtierenden bay. Ministerpräsidenten zu Fall zu bringen ist ja voll gelungen. Der Versuch, Pauli mit Männerbekanntschaften öffentlich zu diskreditieren ist für die Auftraggeber politisch tödlich verlaufen. Aber nur, weil es schneller ruchbar wurde, als man "Beweise" liefern konnte. Verlogene Gesellschaft. Kauft auf der einen Seite pralle Tatsachen täglich am Kiosk und würde auf der anderen Seite für ein ganz menschliches Verhalten Frauen über die Klinge springen lassen. Die "erotischen" Fotos der Frau Pauli unlängst in einem Magazin bringt die CSU nun auf die Barrikden. Sie schade damit der Partei. Falsch gedacht! Die spießige Reaktion darauf schadet der Partei.

 

Frauen, fallt nicht auf die Versprechen der Männer herein, tut Euch zusammen, wenn ihr Kinder wollt, zieht sie gemeinsam groß. Männer sind keine guten Zuhörer, mit denen kann man nicht gut diskutieren. Begebt euch nicht ihn deren Abhängigkeit. Werdet wirtschaftlich unabhängig.

Männer: Wenn ihr eure Freiheiten behalten wollt: niemals Heiraten.

Unterstützt Eure Schwestern bzw. deren Kinder, die sind von eurem Blut. Helft ihnen. Jede Hilfe wird freudig gesehen, Verpflichtung gibt es keine. sorgt für Euer Auskommen, aber lasst den Rest den Frauen und den Kindern.

Ihr werdet es alle sehen: Das Paradies, das euch andere erst nach einem arbeitsreichen, demütigen und leidvollen Leben versprechen, wird euch schon zu Lebzeiten ereilen.

4.4.07 17:52, kommentieren